Newsletter Frank Heinrich #08/2019

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Sachsen nach der Wahl: Dankbarkeit und Demut

Was für ein Endspurt! Trotz schmerzlicher Verluste ist die Sächsische Union deutlich stärkste Kraft im zukünftigen Landtag geblieben. Das hat sie auch und vor allem meinem ehemaligen Kollegen im Bundestag und heutigen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer zu verdanken. Sein unermüdlicher Einsatz, seine Bereitschaft, auf die Wähler zuzugehen, seine klare Haltung, nicht mit dem rechten oder linken Rand zu koalieren – all das hat sich am Schluss doch noch ausgezahlt. Ich bin außerordentlich dankbar, dass es so ist, wie es ist und freue mich, dass alle drei Chemnitzer Direktkandidaten meiner Partei den erneuten Einzug in den Landtag geschafft haben. Herzlichen Glückwunsch!

Ohne Frage ist nun Mut in den anstehenden Koalitionsverhandlungen und bei der Übernahme der Regierungsverantwortung gefordert. Ich möchte jedoch nicht versäumen, vor den Mut noch ein „De“ zu setzen: De-mut ist das Gebot der Stunde. Bei aller Freude über das Wahlergebnis steht fest, dass mancher Chemnitzer nur deswegen sein Kreuz bei der CDU gemacht hat, weil er die AfD verhindern wollte. Ich möchte allen, die meiner Partei und ihren Kandidaten ihre Stimme gegeben haben, herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen danken! Bitte begleiten Sie uns weiterhin, gerne auch kritisch und mit Ihren konstruktiven Anregungen.


Perspektivwechsel im Familienzentrum Rappel Zappel

Genauso hatte ich es mir vorgestellt, als ich im Juni dieses Jahres über fünfzig Kinder-, Jugend- und Familieneinrichtungen in Chemnitz angeschrieben habe, um meine Unterstützung anzubieten. Die Leitung des „Familienzentrums Rappel Zappel“ hat die Gelegenheit genutzt und mir einen Perspektivwechsel angeboten, um die Herausforderungen, aber auch die schönen Seiten der Kinderbetreuung noch besser kennenzulernen. Ich war beeindruckt, was das junge Team von Erzieherinnen tagtäglich leistet. Den Vormittag durfte ich in verschiedene Gruppen reinschnuppern und konnte den Kindern „ihr Buch“ vorlesen. Was für glänzende Kinderaugen! In den Gesprächen mit den Mitarbeiterinnen kamen auch die Herausforderungen zur Sprache: Der Betreuungsschlüssel, aber vor allem, dass überhaupt in ausreichender Zahl Erzieherinnen und Erzieher gefunden werden, um genügend Integrativplätze anbieten zu können. Zudem wünscht man sich ein größeres Außengelände. Mein Fazit: Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich um unsere Kleinsten kümmern.



Ein herzliches Dankeschön an alle Pflegemitarbeiter!

Höchsten Respekt und tiefe Dankbarkeit möchte ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bereich Pflege und medizinischer Versorgung ausdrücken! Umso schöner, dass mein Kollege, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, dies ebenso sieht. Zu Gast im SenVital Senioren- und Pflegezentrum beantwortete er die Fragen der vielen Vertreter der Gesundheits- und Pflegebranche. Dabei ging er u.a. auf den Mangel an Fachkräften, deren Finanzierung und die damit verbundenen Herausforderungen ein. Weiterhin betonte er die tolle tagtägliche Leistung aller im Gesundheitswesen Tätigen und freute sich über ihren leidenschaftlichen Einsatz. Hut ab!


Die deutsche Botschafterin in Kenia zu Besuch in Chemnitz

Als ehemalige Chemnitzerin ist sie heute die deutsche Botschafterin in Nairobi, für Kenia, Somalia und die Seychellen: Annett Günther. Ende August besuchte sie wieder einmal ihre Heimatstadt und da ließ ich es mir nicht nehmen, sie zu einem Austausch mit der hiesigen Wirtschaft in die IHK einzuladen. Sechs Unternehmen nutzten die Gelegenheit und stellten ihre Aktivitäten in dem aufstrebenden afrikanischen Land vor. Alle Beteiligten waren sich einig, dass Kenia auch für sächsische Firmen ein attraktiver Markt ist. Die Botschafterin bot ihre Unterstützung bei der Organisation einer Unternehmerreise und bei Komplikationen im Exportgeschäft an.

Es scheint sich herumgesprochen zu haben, wofür ich mich seit Jahren einsetze: Afrika ist der Kontinent der Zukunftschancen. Von daher ist es nur konsequent, dass die nächste Delegation im Oktober in Chemnitz erwartet wird, dieses Mal aus Ghana.


Auf der Küchwaldbühne in meinem Element

„Eine milde Gabe, nur ein paar Kopeken bitte!“ Am liebsten hätte ich losgeprustet als ich meinen Text bei der Probe das erste Mal zum Besten gab. Der Darsteller, bei dem ich mir in der Aufführung „Anatevka“ auf der Küchwaldbühne ein Almosen erbettele, ist der ehemalige Leiter des Amts für Jugend und Familie in Chemnitz. Ein ganzer Film lief vor meinem inneren Auge ab, denn ich dachte an Zeiten, als ich mit ihm oft genug über „ein paar Kopeken“ verhandelt habe, wenn es um die Förderung von Projekten der Heilsarmee oder des Haus Kinderlands ging. Ich kann nur sagen: Chapeau vor dem ehrenamtlichen Engagement auf und hinter der Bühne!



Wenn ein General den anderen einlädt – ist dann noch alles koscher?

Unter dem Motto „Alles koscher in Chemnitz?“ lockte der Sächsische Generalsekretär der CDU, Alexander Dierks, gut fünfzig Gäste und auch mich in das Jüdische Restaurant „Schalom“. Gemeinsam mit dem Generalsekretär der Bundes-CDU, Paul Ziemiak und Carsten Ovens, Geschäftsführer der proisraelischen Organisation ELNET, diskutierten sie lebhaft mit den Anwesenden. Nicht zuletzt ging es um die Frage, wie wir Chemnitzer auf die Ereignisse des letzten Jahres reagieren und uns gegen Rassismus und Antisemitismus engagieren können. Ich bin begeistert, dass die Betreiber des „Schaloms“ die jüdische Kultur in unserer Stadt so deutlich sichtbar machen.


Sächsische Honorarkonsuln streben Kulturaustausch mit Chemnitz an

So macht der Einsatz für Chemnitz Spaß: Ich konnte sächsische Honorarkonsuln mit der Stadtspitze und dem Theaterintendanten an einen Tisch bringen, um sich zu einem langfristig angelegten Kulturaustausch zu verständigen. Besonders hat mich gefreut, dass auf allen Seiten der Wille bekundet wurde, Künstler von internationalem Rang in unsere Stadt zu holen. Ein guter Start, der weiter ausgebaut werden soll, gerne auch strategisch im Rahmen der Kulturhauptstadtbewerbung.


Termine

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:
Einführungsveranstaltung „Der Grüne Knopf – Unser Zeichen für Verantwortung“

Mo, 09.09.2019 | 14-16 Uhr
Stresemannstraße 94, 10963 Berlin
Infos

Deutscher Bundestag: Haushaltswoche

Mo-Fr, 09.-13.09.2019
Berlin
Infos

VERBAND DER CHEMISCHEN INDUSTRIE e.V.: Verrechtlichung der CSR – Menschenrechte in der Lieferkette

Mi, 11.09.2019 | 14-18 Uhr
Haus der Commerzbank in Berlin
Infos

Frank Heinrich: Telefonische Sprechstunde

Fr, 13.09.2019 | 14:00-15:00 Uhr
Deutscher Bundestag, Büro Frank Heinrich
Tel.: 030 227 71980
Infos

Verein der Pflege- und Adoptivfamilien e.V.: Familientag für Pflege- und Adoptivfamilien

Sa, 14.09.2019 | 10-12 Uhr
Kinder- und Jugendzentrum PunktWest, Oberfrohnaer Straße 35, 09117 Chemnitz
Infos

Stadtmission Chemnitz: Festgottesdienst zum 150-jährigen Jubiläum

So, 22.09.2019 | 11-12:30 Uhr
St. Petrikirche, Theaterplatz 3
Infos      Programmheft

Deutscher Bundestag: Sitzungswoche

Mo-Fr, 23.-29.09.2019
Berlin
Infos

Frank Heinrich: Telefonische Sprechstunde

Fr, 04.10.2019 | 14:00-15:00 Uhr
Deutscher Bundestag, Büro Frank Heinrich
Tel.: 030 227 71980
Infos

Frank Heinrich: Stammtisch „Happy Hour“ – Frank Heinrich persönlich treffen

Do, 10.10.2019 | 21:00-23:00 Uhr
City Pub, Brückenstraße 17, Chemnitz
Infos


Mein kleines politisches Lexikon: Infrastruktur der Chemnitzer Wasserversorgung

 

Wer in unserer Stadt den Wasserhahn aufdreht, erwartet (zu Recht), dass das kühle Nass bedenkenlos getrunken werden kann und auch geschmacklich keine Wünsche offen lässt. Das ist bemerkenswert vor dem Hintergrund, dass geologisch bedingt in unserer Region nur äußerst wenig Grundwasser zur Verfügung steht. Deswegen wird überwiegend im Winter der anfallende Niederschlag bis zu einem Füllstand von 80% in den teilweise mehr als 100 Jahre alten Talsperren des Erzgebirges und des Vogtlands gespeichert. Um die optimale Rohwasserqualität zu gewährleisten, untersuchen die Versorger zahlreiche Wasserproben tagtäglich (!) in Bezug auf über 100 Parameter.

Das Rohwasser wird nun über ein Verbundsystem aus Stollen, Gräben und Rohrleitungsnetzen zu den Wasserwerken transportiert. Hier wird durch aufwendige physikalische (z.B. Filter) und chemische (z.B. Flockung) Verfahren aus Rohwasser Trinkwasser. Imponiert hat mir der Satz des technischen Leiters im Wasserwerk Einsiedel: „Unser Ziel ist nicht nur, die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte einzuhalten, sondern Trinkwasser in höchstmöglicher Qualität zur Verfügung zu stellen, die wir mit vertretbarem Aufwand erreichen können.“ Beispielsweise beträgt bei den Schwebstoffen der interne, selbst auferlegte Grenzwert nur ein Zehntel des Erlaubten, was zu einer deutlich besseren Wasserqualität führt.

Über ein fast 1500 km langes Leitungsnetz, 15 Hochbehälter und 26 Pumpanlagen werden die fast 250.000 Einwohner und alle Kleingewerbetreibenden in Chemnitz versorgt. Der größte Teil gelangt anschließend als sogenanntes Brauchwasser über das Kanalnetz in die Kläranlage Heinersdorf und wird dort mit großem Aufwand gereinigt. Rückstände, vor allem von Chrystal Meth und Medikamenten, bereiten den Betreibern große Sorgen. Eine weitere Klärstufe erscheint deshalb für die nächsten Jahre unvermeidlich.

Die Chemnitzer Wasserversorgung wird gesichert durch:

Landestalsperrenverwaltung

Südsachsen Wasser GmbH

EINS Energie in Sachsen

 

 


Herausgeber  

Frank Heinrich, MdB

Platz der Republik 1 | 11011 Berlin • Text: Frank Heinrich & Team • Redaktion: Sabine Wicher • Layout: M. Florian Walz 

Fotos: Team Frank Heinrich • Perspektivwechsel im Familienzentrum Rappel Zappel: Tanja Boutschek • Die deutsche Botschafterin in Kenia zu Besuch in Chemnitz: IHK Chemnitz

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