Newsletter Frank Heinrich #07/2019

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Im Urlaub mal mit Hunden reden, …

 

… den Strand entlang spazieren, Zeit mit meiner Frau verbringen und dabei die Ruhe genießen. Ich gebe ehrlich zu, das habe ich diesen Sommer dringend gebraucht. Mich ganz aus dem Politikbetrieb auszuklinken, funktionierte leider nicht. So musste ich beispielsweise zur Vereidigung von Annegret Kramp-Karrenbauer zur Bundesverteidigungsministerin nach Berlin zurückkommen. Doch ansonsten habe ich die drei Wochen genossen, mich frei von der Terminfülle meines Alltags an den Stränden und zwischen den Hortensien der Bretagne zu erholen.

Gerne nehme ich nun meine Aufgaben wieder auf: Termine und Anfragen in Chemnitz wahrnehmen oder Einarbeiten in mir bisher nicht so geläufige Themen. Gut, dass mir dabei ein tolles Team den Rücken stärkt. Gut, dass mir bis heute meine Leidenschaft für Chemnitz geblieben ist. Gerne widme ich mich meinem Themenschwerpunkt "Wasser" oder ich informiere mich in Projekten für Kinder, Jugendliche und Familien. Daneben beschäftigt mich auch die Zukunft des CFC. Besonders freue ich mich jedoch auf den Besuch von Angelika Günther in Chemnitz. Als deutsche Botschafterin in Kenia, die in Chemnitz ihr Abitur erworben hat, wird sie auf meine Einladung hin Wirtschaftskontakte intensivieren. Ich halte Sie und Euch gerne auf dem Laufenden.


Keine Alternative für Juden

 

Im Wahlkampf habe ich es schon öfter von sehr unterschiedlichen Seiten gehört: Bitte wählt nicht die AfD. Nun haben sich überraschend deutlich auch der Zentralrat der Juden und mit ihm über vierzig jüdische Organisationen bis hin zum jüdischen Weltkongress dagegen ausgesprochen, der AfD bei den anstehenden Landtagswahlen die Stimme zu geben. Einleitend stellen die unterzeichnenden Organisationen fest: „Die AfD versucht seit geraumer Zeit, mit ihrer vermeintlichen Verbundenheit mit dem Staat Israel und ihrer angeblichen Sorge um die Sicherheit der Jüdischen Gemeinschaft in Deutschland zu punkten.“ Mit vier Mal „Nein, …“ begründen sie dann, warum sie die AfD für antidemokratisch, rassistisch und antisemitisch halten. Ich schließe mich dieser Analyse von Herzen an und bitte Sie eindringlich: Gehen Sie wählen und geben Sie beide Stimmen der CDU unter Führung von Michael Kretschmer. Wir brauchen mehr denn je eine handlungsfähige Regierung in Sachsen!


Wasser ist das "neue Gold"

 

Der Kohleausstieg ist beschlossen und viele Betroffene machen sich große Sorgen um die Zukunft. Eine enorm wichtige Frage wurde bisher weitgehend ausgeblendet: Was wird aus den riesigen, aktuell noch in Betrieb befindlichen Abbaustätten, wenn in Zukunft keine Kohle mehr gefördert wird? Darauf hat mich der Sächsische Staatsminister für Landwirtschaft und Umwelt, Thomas Schmidt bei meinem Besuch in seinem Büro aufmerksam gemacht. Denn bisher kommt der Löwenanteil des Wassers für den Alttagebau aus den aktiven Tagebaugruben.

Darüber hinaus waren die komplexen Zusammenhänge in der Wasserversorgung von Haushalten, Landwirtschaft und Industrie Teil unseres Austauschs. Wir waren uns einig, dass wir jenseits von grüner Propaganda Antworten finden müssen, die dem Praxistest standhalten. Ich bin froh, dass ein „umweltverbundener Pragmatiker“ wie Herr Schmidt sein Ministerium exzellent führt und empfehle Ihnen und Euch mein „Kleines politisches Lexikon“ in diesem Newsletter zur Vertiefung.


Tour de Frank: Wasser kommt aus dem Wasserhahn, aber...

 

Von Besuch zu Besuch war ich mehr beeindruckt während meiner Tour de Frank zum Thema Wasser. Seit über 100 Jahren wird Chemnitz aus dem Verbundsystem der Talsperren im Erzgebirge mit dem sogenannten Rohwasser höchster Güte versorgt. Überrascht hat mich, dass schon die Entnahmehöhe eine große Rolle für die Qualität unseres Wassers spielt. Das Rohwasser wird dann in den Wasserwerken aufwändig gefiltert und aufbereitet ins Leitungsnetz eingespeist. Sobald wir den Hahn aufdrehen, steht es geschmacklich und qualitativ einwandfrei (täglich werden 100 Parameter analysiert) zur Verfügung. Und wenn wir es in die Kanalisation zurückleiten, wird es so aufwendig geklärt, dass sich bei warmem Wetter die Fische aufgrund der niedrigeren Temperatur lieber im frisch geklärten Wasser als in der Chemnitz aufhalten.

Wieder einmal hat es sich gelohnt, sich aufs Fahrrad zu schwingen und dieses Mal die zu besuchen, die sich mit der Wasserversorgung beschäftigen. Mein persönliches Resümee fällt eindeutig aus: Überall traf ich auf Menschen, die mir mit leuchtenden Augen von dem erzählt haben, was sie dazu beitragen, dass unser Wasser zu jeder Tages- und Nachtzeit sauber aus dem Wasserhahn kommt. Ich meine, wir sollten besonders stolz darauf sein, was in unserem Land alles als selbstverständlich gilt.



"Die Welt gehört in Kinderhände"

 

Diese Zeile von Herbert Grönemeyer geht mir nicht mehr aus dem Kopf, seitdem ich einen Vormittag in der Kinderstadt Chemnitz zugebracht habe. Die Organisatoren hatten mir einen Tisch zugewiesen, damit Kinder und Jugendliche sich an mich wenden konnten. Es dauerte nicht lange und ein Junge wollte von mir wissen, was ich machen würde, wenn ich Bürgermeister werden wollte? Ich habe ihm geraten, bei möglichst vielen Vorhaben in der Stadt einfach mal mitzuarbeiten und „seine Mitbürger“ zu fragen, was sie sich für die Stadt wünschen. „Die besten Ideen übernimmst du dann in dein Wahlprogramm“, gab ich ihm mit auf den Weg. Ich staunte nicht schlecht: Er hat tatsächlich an den verschiedensten Stellen mit angepackt, um zu erfahren, wo in der Kinderstadt der Schuh drückt. Zu gerne hätte ich gewusst, ob er dieses Jahr Bürgermeister geworden ist, nachdem es bei seinem Anlauf im letzten Jahr noch nicht geklappt hatte.


Sie leisten Großartiges - und ich möchte sie dabei unterstützen

 

Gemeint sind die ungezählten Chemnitzer Einrichtungen, Initiativen und Vereine, die sich auf die Fahne geschrieben haben, Kinder, Jugendliche und Familien zu fördern. Über fünfzig von ihnen habe ich im Juni dieses Jahres angeschrieben und mich auf diesem Weg für ihr Engagement bedankt. Als Sozialarbeiter und ehemaliger Leiter der Heilsarmee in Chemnitz weiß ich, welchen wertvollen Beitrag für das gesellschaftliche Miteinander die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten. Besonders freue ich mich, wenn über Unterstützernetzwerke (junge) Menschen vorangebracht werden und sie ihr Potenzial voll entfalten. Jeder Einrichtung, jedem Mitarbeiter und jedem Unterstützer möchte ich meine höchste Wertschätzung ausdrücken!

Darüber hinaus ist mir ein zweiter Aspekt mindestens genauso wichtig: Wo immer ich kann, möchte ich für Kinder-, Jugend- und Familieneinrichtungen in Chemnitz da sein. Deswegen habe ich in meinem Brief das Angebot formuliert, auf mich zuzukommen, wenn jemand zum Brötchenschmieren, für ein Grußwort oder zur Unterstützung eines konkreten Anliegens gebraucht wird. Scheuen Sie sich nicht, mich anzusprechen, wenn bei Ihnen „der Schuh drückt“ oder Sie Gesprächsbedarf haben. Die ersten Rückmeldungen sind bereits eingegangen und für Anfang September ist ein Perspektivwechsel im Kinder- und Familienzentrum „Rappel-Zappel“ vereinbart.


Arbeitserleichterungen für Jobcenter eingebracht 

 

Als Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales stehe ich in regelmäßigem Austausch mit „beiden Seiten“, sowohl den Arbeitnehmern und Arbeitsuchenden auf der einen Seite als auch den Arbeitgebern und Jobcentern auf der anderen. Ich versuche, die unterschiedlichen Herausforderungen aller „Parteien“ wahrzunehmen und – wo nötig – gesetzgeberische Anpassungen auf den Weg zu bringen. Eine aktuelle Initiative meiner Facharbeitsgruppe der Fraktion widmet sich nun einem Katalog von Arbeitserleichterungen für Jobcenter und Arbeitsagenturen. Alle Punkte, die dem Chemnitzer Jobcenter hier wichtig waren, habe ich mit eingebracht. Das ist für mich ein bedeutsamer Erfolg. Noch befinden wir uns in der internen Abstimmung, sodass ich noch keine Details veröffentlichen möchte. Ich werde auf die Umsetzung drängen und hoffe auf eine baldige parlamentarische Beratung des Papiers.


Parlamentarisches Patenschaftsprogramm: Ein Jahr USA und zurück

 

Für ein Jahr in die USA – das ist ein Traum, der für Lena Ullmann (17) wahrgeworden ist. Sie hatte sich beim „Parlamentarischen Patenschaftsprogramm“ des Deutschen Bundestages für das Austauschjahr 2018/19 beworben und war auf meine Empfehlung hin ein Jahr in Burke/ Süd Dakota. Ihre vielfältigen Eindrücke und bereichernden Erfahrungen hat sie mir bei einem Besuch in meinem Büro geschildert. Einfach genial, wenn so junge Menschen bereits in eine fremde Kultur eintauchen können. Wer, wie Lena Ullmann, bereits 2020/21 dabei sein will, muss sich beeilen: Die Bewerbungsfrist endet am 13. September 2019.


Termine

 

IHK Chemnitz: Treffen mit der Deutschen Botschafterin in Nairobi

Fr, 23.08.2019 | 11-14 Uhr
IHK Chemnitz, Straße der Nationen 25, Chemnitz

Infos 

Ökumenischer Friedensgottesdienst: Zusammenleben in Chemnitz, anschließend Menschenkette um die Kirche/Rathaus

Mo, 26.08.2019 | 18-19:30 Uhr
Jakobikirche, Chemnitz

Infos

Miteinander für Chemnitz e.V., Galerie Roter Turm: Straßenfest

Sa, 31.08.2019 | 14-18 Uhr
Galerie Roter Turm, Neumarkt, Chemnitz

Infos

Landtagswahlen in Sachsen

So, 01.09.2019 | 9-18 Uhr
Chemnitz 

Infos

Arbeiterwohlfahrt: Perspektivwechsel

Di, 03.09.2019 | 9-12:30 Uhr
Kinder- und Familienzentrum "Rappe-Zappel", Paul-Arnold-Str. 1, Chemnitz

Infos

Frank Heinrich: Stammtisch „Happy Hour“ – Frank Heinrich persönlich treffen

Do, 05.09.2019 | 21:00 – 23:00 Uhr
City Pub, Brückenstraße 17, Chemnitz

Infos

Deutscher Bundestag: Haushaltswoche

Mo-Fr, 09.-13.09.2019
Berlin

Infos

 

 


Mein kleines politisches Lexikon: Wasser ist das "neue Gold"

 

 

Wasser gehört zweifellos zu unseren wichtigsten Lebensgrundlagen. Selbst unter extrem günstigen Bedingungen überlebt der Mensch keine zwei Wochen ohne, in der Regel ist jedoch nach drei bis vier Tagen Schluss. Selbstverständlich möchte ich unter keinen Umständen eine akute Wasserkrise in Sachsen herbeireden. Trotzdem gibt es am Ende von zwei trockenen Sommern, gepaart mit unterdurchschnittlich geringen Niederschlägen im vergangenen Winter erste Anzeichen, dass auch bei uns die überlebenswichtige Ressource knapper wird. Gleichzeitig stehen Landwirte vor der Überlegung, eine Anlage für großflächige Beregnung anzuschaffen, um auch künftig die Erträge zu sichern. Die Politik wurde von den kommunalen Wasserversorgern aufgefordert, regulierend einzugreifen, indem der Trinkwasserversorgung Vorrang vor der Landwirtschaft gegeben wird. Die Agrarwirtschaft wies prompt darauf hin, dass die ausreichende Herstellung von Lebensmitteln genauso wichtig sei.

Nun könnte ich einen Aufruf starten, den Wasserhahn weniger aufzudrehen. Oder Sie und ich zeigen gemeinsam mit dem Finger auf die, die einen (noch größeren) Swimmingpool auf ihrem Grundstück füllen. Allerdings verbrauchen wir in Sachsen mit 90,1 l/ pro Einwohner/ pro Tag nur dreiviertel von dem, was die Bundesbürger im Durchschnitt an Trinkwasser entnehmen. Wenn wir mit der zunehmend knapperen Ressource Wasser sparsam umgehen wollen, sollten wir vielmehr unseren Fleischkonsum aus Masttierhaltung überdenken und global gedacht ist der Ressourcenverbrauch durch billige Baumwolle eines der dringlichsten Themen.

Einen ausführlichen Überblick über unseren Ressourcenverbrauch (Stand 2016) finden Sie hier.

Tipps für den Alltag: Infos
Berechne deinen eigenen Wasserfußabdruck: Infos
Infos zum Zugang zu Wasser

 


Herausgeber  

Frank Heinrich, MdB

Platz der Republik 1 | 11011 Berlin • Text: Frank Heinrich & Team • Redaktion: Sabine Wicher • Layout: M. Florian Walz 

Fotos: Team Frank Heinrich • Wasser ist das „neue Gold“/ Staatsminister Thomas Schmidt: SMUL Foto-Atelier_Klemm • "Die Welt gehört in Kinderhände"/ Kinderstadt Chemnitz: www.kinderstadt-chemnitz.de

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