Newsletter Frank Heinrich • 06/2018

 

 


Liebe Leserin, lieber Leser,

wie bereits angekündigt, haben mein Team und ich in den letzten Wochen an der äußeren Erscheinung meines Newsletters gearbeitet. Ich hoffe, dass Ihr und Sie dem neuen Format genauso viel abgewinnen könnt wie ich. Selbstverständlich freue ich mich über jede Rückmeldung zum neuen Format und darüber hinaus. Bitte scheuen Sie sich nicht, auch Kritisches konstruktiv zurückzumelden.

 

Ihr Frank Heinrich


‚Business trifft Afrika‘ zum fünften Mal in Chemnitz

Es war ein herrlicher Moment als ich an das Podium im Kammersaal der IHK Chemnitz trat, um fast 200 Gäste zu begrüßen. Sie alle waren meiner Einladung gefolgt und hätten kaum unterschiedlicher sein können: Diplomaten aus Afrika, Vertreter von Universitäten und Hochschulen sowie aus der Bundespolitik und nicht zuletzt mittelständische Unternehmer aus Chemnitz, Sachsen und darüber hinaus. Sie alle verband ein gemeinsames Interesse daran, neue wirtschaftliche Verbindungen zwischen afrikanischen Ländern und deutschen Unternehmen zu knüpfen, um gemeinsame Projekte voranzubringen. Denn von ‚Business trifft Afrika‘ sollen beide Seiten profitieren. Vor fünf Jahren habe ich eine solche Tagung zum ersten Mal gemeinsam mit der IHK Chemnitz ins Leben gerufen. Dazu wurde ich von der Veranstaltung ‚Africa meets Business‘ inspiriert, welche dieses Jahr zum achten Mal in Berlin stattfand. Die Idee zieht Kreise und aus den Begegnungen und Gesprächen sind bereits Partnerschaften und Projekte zwischen Chemnitzer Unternehmen und afrikanischen Ländern entstanden. Nun bin ich gespannt, welche erfolgreichen Projekte sich in diesem Jahr durch ‚Business trifft Afrika‘ in Chemnitz ergeben.


Podiumsdiskussion zur Nachhaltigkeit auf der Bahnstrecke Chemnitz – Leipzig 

Mittlerweile ist es amtlich und ein großer Erfolg für unsere Stadt: Die Bahnverbindung von Chemnitz nach Leipzig wird elektrifiziert und streckenweise zweigleisig ausgebaut. Jetzt hoffe ich, dass die Planungen schnell voranschreiten, zügig gebaut werden kann und 2024 der erste ICE nach Chemnitz rollt. Damit die Umsetzung nachhaltig gestaltet wird, bin ich gerne der Einladung der Sächsischen Hans-Carl-von-Carlowitz-Gesellschaft zur Förderung der Nachhaltigkeit in die Stadthalle gefolgt und habe mich mit meinen Chemnitzer Bundestagskollegen einer Podiumsdiskussion gestellt. 
Ein Beitrag der Freien Presse vom 02.06.2018 zur Podiumsdiskussion findet sich hier
Mehr dazu finden Sie außerdem in „Meinem kleinen politischen Lexikon“ am Ende dieser Ausgabe.


300 ‚Rote Hände‘ aus Chemnitz in Berlin übergeben

Zum Abschluss der 1. Chemnitzer Red-Hand-Aktion kamen die Initiatoren extra nach Berlin, um die annähernd 300 ‚Roten Hände‘ aus Chemnitz an den Bundestagsausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe zu übergeben. Ich freue mich, dass wir in Chemnitz durch meine Zusammenarbeit mit der UNICEF Hochschulgruppe der TU Chemnitz, dem Landtagsabgeordneten Volkmar Zschocke (Bündnis 90/Die Grünen) und dem Chemnitzer Stadtrat Hubert Gintschel (Die Linke) ein sichtbares Zeichen gegen den weltweiten Einsatz von Kindersoldaten setzen konnten. Zu mehreren Gelegenheiten, unter anderem dem Chemnitzer Friedenstag, haben wir gemeinsam dazu aufgerufen, den Roten Handabdruck zu hinterlassen. Und wir sind uns einig: Im nächsten Jahr soll es eine Fortsetzung geben. 


25 Jahre Haus Kinderland

„Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ Mit solchen und ähnlichen Worten gratulierten die unzähligen Gäste und Unterstützer dem Haus Kinderland zu seinem 25. Geburtstag. Als Vorsitzender des Trägervereins durfte ich durch das bunte Geburtstagsprogramm führen, für das sich viele unserer Besucher ins Zeug gelegt haben. Die Gitarrengruppe und begeistert vorgetragene Lieder hinterließen bereits großen Eindruck, aber als zum Abschluss unzählige bunte Luftballons mit guten Wünschen in den Himmel stiegen, fand der gelungene Tag seinen Höhepunkt. "Weiter so, Haus Kinderland!"


8. Tour de Frank: So engagiert kann Chemnitz sein

Kinder, Jugendliche und Integration, vor allem in den Arbeitsmarkt: Diese Schwerpunkte habe ich mir für meine diesjährige "Tour de Frank" gesetzt. Zum 8. Mal schwang ich mich dafür auf mein Fahrrad und bin kreuz und quer durch Chemnitz unterwegs gewesen, um Einrichtungen, Vereine und Unternehmen zu besuchen. Wie sonst auch gab es die Möglichkeit, mich zu begleiten – und ich muss Euch und Ihnen sagen: Sie haben was verpasst! Ich ziehe den Hut vor dem Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kinder- und Jugendnotdienst, der Kreativwerkstatt von Selbsthilfe 91 e.V., Young Connection Chemnitz, AGIUA e.V., dem Regenbogenhaus und noch einigen mehr. Sie alle leisten Unglaubliches für unsere Stadt. Mir hat es so gut getan, Chemnitz von seiner engagierten Seite zu erleben, dass ich mich im August noch einmal auf mein Fahrrad schwingen will. 


Meine Schülerprojektwoche 2018

„Warum haben Sie sich dafür entschieden, in die Politik zu gehen?“ Diese ist wahrscheinlich die meistgestellte Frage, wenn ich zu meiner alljährlichen Schülerprojektwoche in die Chemnitzer Schulen gehe. Und meine Antwort darauf lautet: „So bekomme ich eine Stimme in der Öffentlichkeit und die Möglichkeit, an gesellschaftlichen Veränderungen mitzuarbeiten.“ 
Der Besuch in den Schulen ist für mich eine großartige Gelegenheit, meine Arbeit vorzustellen. Genauso gerne höre ich mir die Meinungen der jungen Menschen zu bestimmten Themen an. Ohne Frage ist es auch eine Herausforderung, denn ich muss inhaltlich auf fast alles vorbereitet sein: Ob es um die Legalisierung von Cannabis, die deutsche Entwicklungszusammenarbeit oder die ICE-Anbindung von Chemnitz geht – die Schüler der besuchten Klassen hatten ein unglaubliches Interesse an politischen Prozessen. Eine tolle Erfahrung!

 


Selbstversuch in Chemnitz: Einen Monat lang Hartz IV

Der Fernsehsender RTL hat seine Reporterin Hanna Klouth für vier Wochen mit nicht mehr als dem ‚Hartz IV Regelsatz‘ nach Chemnitz geschickt, um im Stadtteil Markersdorf zu leben. Jede Woche berichtete Frau Klouth von ihren Erfahrungen und holte sich Tipps von denen, die schon länger mit so wenig Geld auskommen müssen. Zum Abschluss lud sie Chemnitzer Bürger und meinen Bundestagskollegen Detlef Müller und mich in ihre Wohnung ein und diskutierte mit uns, wie die Zukunft der Sozialen Sicherheit in Deutschland ausgestaltet werden kann. 


Die Generalsekretärin der Bundes-CDU zu Gast in Chemnitz

„In Chemnitz wird das Geld verdient, in Leipzig vermehrt und in Dresden ausgegeben“, sagt man in Sachsen. Aufgrund der Bedeutung von Chemnitz für den Freistaat ließ es sich die Generalsekretärin der Bundes-CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer, nicht nehmen, im Rahmen ihrer Zuhör-Tour in unsere Stadt zu kommen. Ich persönlich freue mich sehr, dass wir Chemnitzer CDU-Mitglieder dadurch die für uns wichtigen Themen Digitalisierung, Einwanderung, Rente, Fachkräftemangel etc. ansprechen konnten. Damit haben wir direkten Einfluss auf das neue Grundsatzprogramm der CDU genommen. 


Menschenrechts- und Religionsdialog in der Volksrepublik China

Wenn muslimische, buddhistische, katholische und evangelische Geistliche gemeinsam mit Religionswissenschaftlern und Politikern an einem Tisch sitzen, ist das an sich schon etwas Besonderes. Wenn dann die Delegationen je zur Hälfte aus Deutschland und China stammen, das Auswärtige Amt vertreten ist und ich als Obmann des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe mit anwesend sein darf, bin ich davon fasziniert. 
So geschehen Mitte Mai, als ich mich zum Menschenrechts- und Religionsdialog für einige Tage in China aufhielt. Diese Begegnungen und Eindrücke wirken bis heute nach. 


Termine

 

International Justice Mission: Podiumsdiskussion „Sklaverei heute“

Fr, 29.06.2018 | 12:30 – 14:30 Uhr

Katholische Akademie, Berlin

Infos 

 

Blaues Kreuz Chemnitz: Freitagsstunde 

Fr, 29.06.2018 | 18:30 Uhr

LKG Chemnitz, Hans-Sachs-Straße 37 

Infos 

 

Gemeinsam gegen Menschenhandel e.V.: Vorstandssitzung

Mo, 02.07.2018 | 10:00 – 12:00 Uhr

Behrenstrasse 73, 10117 Berlin

Infos

 

Frank Heinrich: Telefonische Sprechstunde 

Fr, 06.07.2018 | 14:00-15:00 Uhr

Deutscher Bundestag, Büro Frank Heinrich

Tel.: 030 227 71980

 

Jesus Freaks Chemnitz: Homeward Festival

14.07. – 15.07.2018 | ganztägig

Nach den Steegen 2, 09399 Niederwürschnitz

Infos


Mein kleines politischen Lexikon – SDG 11: Nachhaltige Entwicklung von Städten und Gemeinden 

Die oben beschriebene Podiumsdiskussion der Carlowitz-Gesellschaft hat am Beispiel des nachhaltigen Ausbaus der Bahnstrecke Chemnitz – Leipzig gezeigt, welche Bedeutung das 11. SDG für Chemnitz hat. Als einzige deutsche Stadt dieser Größenordnung ohne Fernverkehrsanschluss und Oberzentrum einer ganzen Region, die bisher ohne zeitgemäßes Nahverkehrsangebot auf der Schiene ist, besteht für unsere Stadt in Sachen Nachhaltigkeit noch offensichtlicher Nachholbedarf. 


Dr. Sebastian Liebold und Wilfried Rudolph von der Carlowitz-Gesellschaft trugen in ihrem Vortrag Ideen vor, wie sich der Bahnverkehr von und nach Chemnitz nachhaltig weiter entwickeln lässt: Ein durchgängiger, zweigleisiger, elektrifizierter Ausbau der Strecke Chemnitz – Leipzig über Bad Lausick ermöglicht kundenfreundlicheres Reisen durch geringere Störanfälligkeit. Eine direkte S-Bahn Verbindung von Chemnitz über Geithain, Borna und den City-Tunnel bis nach Halle würden den Flughafen Leipzig-Halle direkt an Chemnitz anbinden. Dazu wäre so der Halbstundentakt gesichert: Ein mit modernen Zügen verkehrender Regionalexpress im Wechsel mit einem IC oder ICE im Stundentakt und dazwischen der S-Bahn Betrieb über Leipzig nach Halle. 

Es liegt auf der Hand, dass nur ein kundenfreundliches, barrierefreies und wenig störanfälliges Schienenverkehrskonzept Autofahrer von der Straße auf die Schiene locken kann. Auch wenn ich dankbar bin, dass nun der Ausbau des Schienenfernverkehrs nach Chemnitz kommt, darf das nur ein erster Schritt sein. Gemeinsam mit der Carlowitz-Gesellschaft setze ich mich dafür ein, dass der Bahnverkehr im Sinne des 11. SDG weiterentwickelt wird. 

 

Die nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals –  SDGs) wurden im September 2015 als Kernstück der Agenda 2030 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Die 17 SDGs sollen einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass sich unsere Welt bis 2030 wirtschaftlich, sozial und ökologisch positiv weiterentwickelt. Hierzu sollen alle Länder auf internationaler, nationaler und kommunaler Ebene –  also auch in Chemnitz –  ihren Beitrag leisten. 


Herausgeber  

Frank Heinrich, MdB
Platz der Republik 1 | 11011 Berlin
Text: Frank Heinrich & Team • Redaktion: Stefan Willi
Layout: M. Florian Walz • Fotos: Team Frank Heinrich


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