Newsletter Frank Heinrich • 07/2018

 

 


Das Chemnitzer Stadtfest und seine Folgen

Mit dem Slogan „Chemnitz ist weder grau noch braun“ wehrt sich die Mitte der Chemnitzer Gesellschaft gegen die Verunglimpfung unserer Stadt. Am Rande des Chemnitzer Stadtfestes wurde ein 35jähriger Familienvater mit dem Messer erstochen. Das macht wütend und traurig zugleich. Aber es rechtfertigt in keinster Weise was alles damit begründet wird: Aufmärsche, bei denen der Hitlergruß gezeigt wird, Menschen, die gejagt werden, Anwendung von Gewalt von rechts und links oder der Eindruck, in Chemnitz könnten Nazis frei und unbehelligt marodieren.

Wir müssen reden! Über Migration, ihre Folgen und ihre Grenzen. Bei Meinungsverschiedenheiten über den Umgang miteinander. Über den sozialen Zusammenhalt. Sicherlich fallen Euch und Ihnen noch mehr Themen ein. Selbstverständlich bin auch ich gefordert. Aber ich appelliere an Sie alle: Wir dürfen uns nicht auseinander dividieren lassen.


Ein Imagefilm geht um die Welt 

Er ist online – und geht um die Welt: Ein Film über das wahre Chemnitz, in dem Kinder ihre Lieblingsplätze mit uns teilen. Danke an die Macher der Kampagne „Chemnitz ist weder grau noch braun“, die dieses herausragende Projekt ermöglicht haben. Anschauen und teilen ist das Gebot der Stunde, denn mit vereinten Kräften kann es gelingen, das Bild unserer Stadt wieder dauerhaft dahingehend zu wenden, was sie auszeichnet: Eine lebens- und liebenswerte Familienstadt zu sein.

Hier der Link zum Film


Resolution für ein weltoffenes und bürgerschaftlich starkes Chemnitz!

Meine drei Chemnitzer Kollegen im Bundestag und ich haben uns auf Initiative von Bernd Reinshagen, Regionalgeschäftsführer des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft (BVMW) mit Vertretern des Chemnitzer Mittelstandes, der IHK und den Gewerkschaften an einen Tisch gesetzt und eine gemeinsame Resolution für ein weltoffenes und bürgerschaftlich starkes Chemnitz verfasst. Ich lade herzlich dazu ein und freue mich über jeden, der unsere Resolution ebenfalls unterzeichnet!

Link zur Resolution


Familienfreundliches Chemnitz

Wie macht sich eigentlich der neue Chef in meiner Abteilung? Wer Elternzeit nimmt und sich mit seinem Job identifiziert, den kann diese Frage durchaus umtreiben. Damit die Überraschung am ersten Arbeitstag nicht allzu groß ausfällt, hat das Unternehmen envia TEL das „Systematische Kontakthalte- und Wiedereinstiegsprogramm“ entwickelt. Ein Beispiel dafür, dass auch Unternehmen mit unter 200 Mitarbeitern mittlerweile viel dafür tun, dass Mitarbeiter gewonnen und gehalten werden.

Zum zweiten Mal in diesem Jahr habe ich mich auf meinen Drahtesel geschwungen und mich unter dem Motto ‚Familienfreundliches Chemnitz‘ vielfältig informiert. Schwer beeindruckt war ich beispielsweise von der Idee, die hinter dem Tandem-Projekt steht. Familien, die teilweise seit Jahren für den Arbeitsmarkt verloren schienen, werden von einer Psychologin und einem Team aus Sozialarbeitern ganzheitlich unterstützt. Ziel des Projektes ist, dass mind. ein Elternteil wieder eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung findet. Wenn das gelingt, ist viel erreicht.

Vielleicht lässt die Spannbreite der beschriebenen Beispiele erahnen, wie vielfältig Familienfreundlichkeit in Chemnitz aussehen kann. Ich bleibe dran, denn hier setze ich einen Schwerpunkt meiner politischen Arbeit in und für Chemnitz.


Mein Perspektivwechsel im KJND

Wenn ich meinen diesjährigen sechsstündigen Perspektivwechsel zusammenfassen müsste, würde ich sagen: „Der Kinder- und Jugendnotdienst (KJND) ist nur wie ein Erstehilfe-Kasten der Gesellschaft für die Kinder und Jugendlichen, die ihre Herkunftsfamilien akut verlassen müssen. Andernfalls würden sie noch größeren Schaden nehmen.“ Vieles, was ich an diesem Nachmittag gesehen, gehört und gerochen habe, hat mich an meine Zeit als Leiter der Heilsarmee in Chemnitz erinnert. Doch ich muss zugeben, dass es dort nur vereinzelt Polizeieinsätze gab, während sie im KJND zum Alltag gehören. Ein riesiges Dankeschön möchte ich an die großartigen und überaus engagierten Mitarbeiter weitergeben: Sie legen sich für die vorübergehenden Bewohner mächtig ins Zeug. Deswegen habe ich mich gefreut, dass die Stadt für den KJND ein neues Konzept beschlossen hat, das wesentliche Entlastungen verspricht.


Mein Engagement bei Perspektiven für Familien e.V.

Seit zwölf Jahren dabei, davon die letzten acht als Vereinsvorsitzender, ist der Trägerverein vom Haus Kinderland im Chemnitzer Stadtteil Markersdorf eines meiner Herzensprojekte. Im Juni durften wir das 25-jährige Jubiläum des Hauses feiern.

Vergangene Woche konnten wir als Vorstand die Vereinsklausur vorbereiten. Dazu treffen sich alle Vereinsmitglieder alle zwei Jahre für ein Wochenende, dieses Mal im November in Thalheim. Dort werden die Weichen für die nächsten Jahre gestellt – und ich hoffe, dass dadurch die Vereinsarbeit einen weiteren deutlichen Aufschwung erfährt.

www.hauskinderland.de 


Überparteiliche Zusammenarbeit

Es lässt sich nicht anders beschreiben: Das liberale Sommerfest ist rundum gelungen. Mein (Vornamens)Kollege im Bundestag, Frank Müller-Rosentritt, hatte mich am 06.09.2018 nach Grüna eingeladen und ich bin dem gerne gefolgt.  Herzlich willkommen geheißen konnte ich den Abend für viele gute Gespräche nutzen und so den gemeinsamen Einsatz für Chemnitz weiter voranbringen. Relativ spät bin ich mit dem guten Eindruck nachhause gefahren: Es lohnt sich, das Miteinander in der Mitte der Chemnitzer Gesellschaft auch zukünftig auszubauen.


Für Chemnitz am Ball

Letzten Samstag ist sie das erste Mal erschienen, die neue Kolumne „Für Chemnitz am Ball“ in der Chemnitzer Ausgabe der Wochenzeitung BLICK. Über dieses neue Format will ich Sie und Euch monatlich auf dem Laufenden halten, was sich in und für Chemnitz durch meine politische Arbeit tut. Ich freue mich auf genauso viele konstruktiv-kritische Rückmeldungen wie ich sie bereits zu „Meine Woche in Berlin“ im Wochenendspiegel bekommen habe.

Link zum Artikel


Bürgerfest des Bundespräsidenten

Sachsen stand beim Bürgerfest des Bundespräsidenten im Mittelpunkt – kulinarisch und kulturell. Jedes Jahr ist ein anderes Bundesland Partnerland, in diesem Jahr also wir. So gab es sächsische Spezialitäten an zahlreichen Ständen und Musik aus der Heimat. Das tat gut. In zahlreichen Gesprächen wurde es natürlich auch politisch. Als „Botschafter von Chemnitz“ konnte ich ein differenziertes Bild unserer Stadt weitergeben. Im Mittelpunkt des Bürgerfestes steht, das ehrenamtliche Engagement in ganz Deutschland zu würdigen. Bundespräsident Walter Steinmeier gelingt es dabei außergewöhnlich gut, mit seiner Bodenständigkeit und Nähe persönliche Höhepunkte zu schaffen. Einem solchen durfte ich beiwohnen als er einem Zimmermann auf der Walz für sein Wanderbuch spontan eine Unterschrift gab. Ein sehr herzlicher, wertschätzender Moment.


Tag der offenen Tür im Bundestag

Beim Tag der „Ein- und Ausblicke“, dem Tag der offenen Tür des Bundestages, dürfen die Besucher in mehrere Häuser der Abgeordneten und natürlich ins Reichstagsgebäude. Dieses Angebot nutzen jedes Jahr erfreulich viele Besucher. Ich unterstütze den Tag immer gern. Mit zwei Kollegen stellte ich die Arbeit des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe vor und diskutierte über die Menschenrechtslage in der Türkei.


Erste Sitzungswoche nach der Sommerpause

Meine persönliche Frage der Woche lautet: "Was ist nur in Chemnitz los?" Auch in Berlin wurde sie mir unzählige Male gestellt. In der Fraktionssitzung am Montag konnte ich meinen Parteikollegen ausführlich darlegen, wie ich die Situation in den letzten zwei Wochen wahrgenommen habe. Dabei habe ich auch zur Sprache gebracht, dass mein Bild von Chemnitz nicht dem entspricht, was in den letzten Wochen deutschlandweit gezeichnet wurde.

Da gingen die Debatten über die Haushaltspläne einzelner Ressorts fast schon unter. Für mich ist es jedoch der richtige Weg, den Entwicklungshilfeetat auf 9,44 Mrd. Euro aufzustocken. Denn nichts bekämpft die Migration nach Europa so nachhaltig wie die Beseitigung der Fluchtursachen.


Termine

Stiftung für Grundwerte und Völkerverständigung: Stiftungsratssitzung

Fr, 14.09.2018 | 11:00-13:00 Uhr

Pariser Platz 6a, Berlin

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Frank Heinrich: Telefonische Sprechstunde

Fr, 14.09.2018 | 14:00-15:00 Uhr

Deutscher Bundestag, Büro Frank Heinrich

Tel.: 030 227 71980

 

DRK-Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein: Tag der offenen Tür

Sa, 15.09.2018 | 11:00-12:00 Uhr

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Kunststofftechnik Weißbach GmbH: Vortrag zum Thema Wasser

Do, 20.09.2018 | 09:00-11:00 Uhr

Gewerbegebiet Süd 10, 09405 Gornau

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Frank Heinrich: Stammtisch „Happy Hour“ – Frank Heinrich persönlich treffen

Do, 20.09.2018 | 21:00-23:00 Uhr

City Pub, Brückenstraße 17, Chemnitz

Info

 

Gemeinsam gegen Menschenhandel e.V. und sisters e.V.: Parlamentarischer Abend zum Prostituiertenschutzgesetz

Mi, 26.09.2018 | 19:00 – 21:00 Uhr

Berlin

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Journalistenpreis der Ulrich Wickert Stiftung: Preisverleihung für Kinderrechte

Do, 27.09.2018  | 18:00-22:00 Uhr

Bar jeder Vernunft, Berlin

Info

 

50. Jahrestag Städtepartnerschaft Chemnitz-Timbuktu: Ausstellung und Diskussion

Mo, 01.10.2018 | 18:30-20:00 Uhr

Tietz, Moritzstraße 20, Chemnitz

Info

 

Gemeinsame Bürgersprechstunde mit Stadträtin Solveig Kempe

Do, 04.10.2018 | 17:00-18:00 Uhr

Rathaus Mittelbach, Hofer Straße 27, 09224 Chemnitz

Info

 

Migrationsbeirat der Stadt Chemnitz: Podiumsdiskussion

Do, 04.10.2018 | 18:30-20:00 Uhr

Rathaus Chemnitz

Info

 

Frank Heinrich: Stammtisch „Happy Hour“ – Frank Heinrich persönlich treffen

Do, 04.10.2018 | 21:00-23:00 Uhr

City Pub, Brückenstraße 17, Chemnitz

Info


Mein kleines politisches Lexikon – SDG 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion 

Am 1. August 2018 waren alle natürlichen Ressourcen unserer Erde für das laufende Kalenderjahr aufgebraucht. Seitdem leben wir auf Pump, d. h. wir verbrauchen mehr als auf unserer Erde nachwächst. Würde jeder Mensch so viel verbrauchen wie wir in Deutschland, wäre dieser sog. „Welterschöpfungstag“ bereits am 2. Mai gewesen! Diese Zahlen des Global Footprint Network zeigen, es wird höchste Zeit für eine Trendwende. Als führende Industrienation sollten wir mit gutem Beispiel vorangehen und Produktions- und Lieferketten, aber auch Konsumgewohnheiten und Entsorgungsmechanismen so umstellen, dass die natürlichen Ressourcen auch noch für unsere Kinder und Enkel reichen. Moderne, umweltfreundliche Produktionsprozesse und international gültige Normen gehören genauso dazu wie die Beteiligung jedes Einzelnen im Alltag. Die Nachhaltigkeitsstrategie der sächsischen Regierung setzt darauf, dass der Freistaat, die Kommunen mit ihrer Selbstverantwortung und die Bürger durch ihr Eigenengagement gemeinsame Anstrengungen unternehmen. Auf diese Weise ist das UN-Ziel auch für Chemnitz von großer Bedeutung!

 

Die nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals –  SDGs) wurden im September 2015 als Kernstück der Agenda 2030 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Die 17 SDGs sollen einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass sich unsere Welt bis 2030 wirtschaftlich, sozial und ökologisch positiv weiterentwickelt. Hierzu sollen alle Länder auf internationaler, nationaler und kommunaler Ebene –  also auch in Chemnitz –  ihren Beitrag leisten. 


Umsetzung von SDG 12 in Chemnitz

‚Marktschwärmer‘ ist eine Initiative, die auf wunderbare Weise das SDG 12 in Chemnitz umsetzt: Hier werden ausschließlich frische, regional und nach höchsten Biostandards produzierte Lebensmittel für anderthalb Stunden zur Abholung bereitgestellt. Die Kunden kommen donnerstags auf dem kleinen Markt zwischen 17.00 und 18.30 Uhr auf dem Gelände der Schönherrfabrik, Schönherrstr. 8 vorbei und nehmen das mit, was sie vorher bestellt haben. So  fährt kein Erzeuger mit halbvollen Kisten wieder nach Hause. Danke an Sandra Renner, die als Gastgeberin versicherte, wie zufrieden die Kunden mit dem Angebot von Obst, Gemüse, Brot, Käse und Fleisch- und Wurstwaren sind. Ich selbst habe mir einen Fruchtwein gegönnt, der köstlich schmeckt.

Link zur Online Initiative


Herausgeber  

Frank Heinrich, MdB

Platz der Republik 1 | 11011 BerlinText: Frank Heinrich & Team • Redaktion: Stefan WilliLayout: M. Florian Walz • Fotos: Team Frank Heinrich, Für Chemnitz am Ball: Anna Fischer, Überparteiliche Zusammenarbeit: Julia Kieselstein

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