Kinderrechte

Den Schutz der Kleinsten ganz groß schreiben


Den meisten Kindern in Deutschland geht es gut. Aber eben nicht allen.

Immer mehr Kinder in Deutschland erleben Armut im Alltag. Aber auch ungleiche Startbedingungen ins Leben, Gewalt und ein Zuwendungsdefizit sind die Realität vieler Kinder. Dies betrifft Statistiken zufolge schon jedes 5. Kind in Deutschland. Weltweit ist jeder dritte Mensch unter 18 Jahre alt und damit Kind bzw. Jugendliche(r). Sie brauchen unseren besonderen Schutz, da sie sich ihrer Rechte selbst meist nicht bewusst sind oder sie nicht einzufordern wissen.

72 Millionen Kinder weltweit haben keinen Zugang zu Grundschulbildung. Doppelt so viele (im Alter von 5 bis 14 Jahren) müssen arbeiten und werden körperlich ausgebeutet. Noch immer gibt es 250.000 Kindersoldaten in bewaffneten Konflikten und über drei Millionen Mädchen erleiden jährlich Genitalverstümmelungen. Zustände, die ich nicht hinnehme.

Ich setze mich für den Schutz von Kinderrechten ein, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religion. Und dies vor unserer eigenen Haustür sowie darüber hinaus.

Ich freue mich sehr, dass die neue Bundesregierung Kinderrechte im Grundgesetz verankern wird. Ein Vorschlag zur genauen Ausgestaltung soll bis spätestens Ende 2019 vorliegen. Grundlage hierfür ist die UN-Kinderrechtskonvention. Sie wurde 1989 verabschiedet und verfolgt die Grundsätze Überleben und Entwicklung, Beteiligung, Nichtdiskriminierung sowie die Wahrung der Interessen der Kinder. Dieser Schritt ist ein deutliches Zeichen in die richtige Richtung, auch wenn wir bei der Ausgestaltung sehr vorsichtig sein müssen.

Ich halte den Einsatz für Kinderrechte für eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe und lade sie herzlich ein, mitzumachen.

Einen Blick in die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen können Sie hier werfen.

Bildrechte: Timm Ziegenthaler / www.ziegenthaler.com