» Start » Dabei sein! » Aktuelles
Dienstag, 22. November 2016 15:27 Uhr Alter: 158 days

Meine Woche in Berlin - 11. November 2016


Amerika hat gewählt:

Wie Sie sich sicher vorstellen können, wird auch im politischen Berlin kontrovers über die Wahl von Donald Trump zum US-amerikanischen Präsidenten diskutiert. Norbert Röttgen, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschuss, machte sich große Sorgen. Nicht in erster Linie aufgrund der Äußerungen des zukünftigen Präsidenten im Wahlkampf, sondern vor allem darüber, wie die künftigen Beziehungen zu Deutschland und Europa ausgestaltet werden. Mich hat eine Facebook-Nachricht nachdenklich gestimmt. Jemand drückte seine Sorgen sinngemäß so aus: Vor 15 Jahren hat der als 9/11 bezeichnete Terroranschlag die Welt verändert. Das Wahlergebnis wurde 11/9 bekannt gegeben. Wird dieser Tag die Welt genauso stark verändern wie damals? Ich teile diese Befürchtung (noch) nicht, aber ich kann sie gut verstehen. Mir macht eine andere Beobachtung viel stärker zu schaffen. Donald Trump hat in seinem Wahlkampf eine Sprache verwendet, wie ich sie in den sog. Sozialen Netzwerken vorfinde – und gewonnen. Mich beunruhigt, dass diese Form des Miteinanders in der Politik prägend wird. Daraus möchte ich den Schluss ziehen, den Menschen in meinem Wahlkreis noch sorgfältiger zuzuhören.

Im Übrigen fing die Woche gut an. Eine Gruppe von Unternehmern aus Chemnitz traf sich mit mir und dem ägyptischen Botschafter unter dem Motto "Chemnitzer Business trifft Ägypten". Ein solcher Termin ist Brückenbauen ganz praktisch, wenn durch mich Chemnitzer Unternehmen mit Vertretern eines afrikanischen Landes in Beziehung gebracht werden. Ähnliches geschieht durch den ‚Runden Tisch Wasser‘, den ich mit dem Botschafter aus Mali vorbereitete.

Eines meiner Herzensanliegen wird durch den Titel meines neuen Buchs „Der Verdrängte Skandal: Menschenhandel in Deutschland“ zum Ausdruck gebracht. Dieses konnte ich in Berlin vorstellen, die Vorstandssitzung von Gemeinsam gegen Menschenhandel und eine Fachkonferenz dieses Vereins prägten meine Woche genauso wie die Vorbereitung auf eine Bundestagsrede zum Thema Folter. Manchmal einfach nur deprimierend und doch ist es gut, dass sich Menschen finden, die sich Seite an Seite für diese Themen einsetzen. 

Zuletzt noch etwas Positives für Chemnitz: Meine Kollegen aus dem Wahlkreis, Detlef Müller, Michael Leutert, Stephan Kühn und ich hatten ein konstruktives Gespräch mit dem Bevollmächtigten der Deutschen Bahn, Herrn Fricke. Das Gespräch hat mich hoffnungsvoll gestimmt, dass wir bei der Bahnanbindung für Chemnitz und dem Erhalt des Viadukts über die Annaberger Straße im Sinne unserer Stadt vorankommen. 


Facebook Werde jetzt Fan auf Facebook